Plantar Fascitis treatment
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11/17/2025

Plantarfasziitis umfassend behandeln – Ursachen, moderne Therapien und Prävention

Die Plantarfaszie ist eine kräftige Sehnenplatte, die sich vom Fersenbein bis zu den Zehen zieht und das Fußgewölbe stützt. Wenn sie überlastet oder überdehnt wird, entstehen mikroskopisch kleine Risse und degenerative Veränderungen, die als Plantarfasziitis bezeichnet werden. Diese Erkrankung ist weltweit die häufigste Ursache für Fersenschmerzen; schätzungsweise ein Prozent der Bevölkerung ist irgendwann betroffen. Besonders Sportlerinnen und Sportler, Menschen mit stehenden Berufen und Personen mit Übergewicht sind gefährdet. Da jährlich Tausende nach „Plantarfasziitis“ recherchieren, wollen wir als Team der SportPraxis Austria in Perchtoldsdorf nicht nur moderne Therapieoptionen vorstellen, sondern auch erklären, wie Sie Ihre Füße langfristig gesund halten können.

Was passiert bei einer Plantarfasziitis? – Ein Blick auf die Pathophysiologie

Obwohl der Begriff „-itis“ eine Entzündung vermuten lässt, zeigen Studien, dass der Prozess eher degenerativ als entzündlich ist: Wiederholte Mikrotraumata führen zu einer Überlastung der Sehnenplatte, degenerativen Veränderungen des kollagenen Bindegewebes und zur Bildung von kleinen Kalkherden. Im Frühstadium treten Schmerzen vor allem bei den ersten Schritten am Morgen oder nach Ruhepausen auf. Ohne Behandlung kann sich die Faszie verdicken und die Schmerzen werden chronisch. Gleichzeitig können Fehlbelastungen der Achillessehne und der Wadenmuskulatur entstehen, sodass eine ganzheitliche Betrachtung wichtig ist.

Risikofaktoren und häufige Ursachen

Die Plantarfasziitis ist ein klassisches Überlastungssyndrom. Zu den wichtigsten auslösenden Faktoren gehören:

  • Hohe sportliche Belastung: Laufen, Springen oder schnelles Richtungswechseln belasten die Faszie stark. Plötzliche Steigerungen des Trainingsumfangs oder -intensität erhöhen das Risiko.
  • Übergewicht: Zusätzliche Kilos erhöhen den Druck auf den Fuß bei jedem Schritt.
  • Fehlstellungen und Fußform: Platt- und Hohlfuß, Beinlängendifferenzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit des Sprunggelenks führen zu einer Überlastung.
  • Ungeeignetes Schuhwerk: Insbesondere Barfusslaufschuhe bzw. Schuhe mit wenig Polsterung begünstigen Fehlbelastungen.
  • Berufliche Belastung: Stehende oder gehende Tätigkeiten über viele Stunden pro Tag.

Eine große Rolle spielt auch die Beweglichkeit der Wadenmuskulatur und der Achillessehne: Verkürzte Muskeln übertragen bei jedem Schritt erhöhte Zugkräfte auf die Faszie.

Symptome und klinischer Verlauf

Typisch für die Plantarfasziitis ist der sogenannte Anlaufschmerz: Nach dem Aufstehen am Morgen oder nach längeren Ruhepausen schmerzt die Ferse stechend, der Schmerz lässt nach einigen Schritten nach. Im weiteren Verlauf können Belastungsschmerzen beim Laufen, Springen oder Treppensteigen hinzukommen. Unbehandelt entwickeln sich häufig Schonhaltungen, die weitere Probleme am Knie oder an der Hüfte nach sich ziehen.

Diagnose und Differentialdiagnose

Eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung sind entscheidend. Wir tasten die schmerzhafte Zone am Fersenansatz ab und beurteilen Fußstellung, Gangbild und Beweglichkeit der Sprunggelenke. Zur exakten Beurteilung der Faszie setzen wir in unserer Praxis hochauflösenden Ultraschall ein. Dieses bildgebende Verfahren erlaubt es, die Dicke der Faszie zu messen, eventuelle Einrisse darzustellen und andere Ursachen wie Schleimbeutelentzündungen oder Stressfrakturen auszuschließen. Eine Röntgenaufnahme kann einen Fersensporn sichtbar machen – dieser ist jedoch in vielen Fällen ein Zufallsbefund und nicht zwingend schmerzhaft.

Standardtherapie und Eigenmaßnahmen

Internationale Leitlinien empfehlen bei Plantarfasziitis zunächst eine konservative Therapie über mehrere Monate. Dazu gehören:

  • Patienteninformation: Verständnis für die Erkrankung und das Vermeiden von Überbelastung sind entscheidend.
  • Dehnübungen: Regelmäßiges Dehnen der Wadenmuskulatur und der Plantarfaszie entlastet die Sehnenplatte.
  • Einlagen und Schuhoptimierung: Orthopädische Einlagen unterstützen das Fußgewölbe und reduzieren den Druck.
  • Gewichtsreduktion: Jedes verlorene Kilogramm senkt die Belastung auf die Ferse.
  • Physiotherapie: Kräftigung des Fußgewölbes und Mobilisation der Faszie.
  • Kühlen/Entlasten: Zur Schmerzlinderung im akuten Stadium.

Auch Nachtschienen können eingesetzt werden, um eine sanfte Dehnung der Faszie über Nacht zu gewährleisten. Viele Patient*innen berichten, dass das Tragen gut gedämpfter Sportschuhe auch im Alltag Linderung bringt.

Moderne nicht‑operative Verfahren: Stoßwelle, Laser und EMTT

Wenn Basismaßnahmen nicht ausreichen, kommen bei uns verschiedene innovative Therapien zum Einsatz:

  • Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT): Unsere Erfahrung zeigt, dass Stoßwellen bei Plantarfasziitis besonders effektiv sind. Die energiereichen Schallwellen regen die Durchblutung an, lösen Verkalkungen und aktivieren die Zellheilung. Studien zeigen einen klaren Nutzen gegenüber Placebobehandlungen bei Fersenschmerz. Wir passen Frequenz und Intensität individuell an und kombinieren fokussierte mit radialen Stoßwellen, um sowohl oberflächliche als auch tiefer liegende Gewebe zu behandeln.
  • Low‑Level‑Lasertherapie (LLLT): Mit gebündeltem Licht wird der Zellstoffwechsel verbessert und die Entzündungsreaktion gehemmt. Diese schmerzfreie Methode eignet sich für Patient*innen, die empfindlich auf mechanische Reize reagieren.
  • Extrakorporale Magnetotransduktion (EMTT): Diese Therapie nutzt hochenergetische Magnetfelder, die die Heilung der Faszie stimulieren und die Zellregeneration unterstützen. Sie eignet sich besonders in Kombination mit Stoßwelle und Laser, um verschiedene Heilungsmechanismen anzusprechen.

Kombinationstherapie und Verlauf

In unserer SportPraxis wenden wir häufig eine Kombination mehrerer nicht‑operativer Verfahren an. Basierend auf der Erfahrung unseres interdisziplinären Teams wählen wir die optimale Reihenfolge und Intensität der Behandlungen aus. Viele Patient*innen spüren bereits nach zwei bis drei Sitzungen eine deutliche Schmerzlinderung. Dennoch erfordert der Heilungsprozess Geduld: Die Faszie benötigt Zeit über mehrere Wochen, um regeneratives Kollagen aufzubauen. Ein strukturierter Therapieplan aus Stoßwelle, Laser, EMTT und Injektionen, kombiniert mit Dehnübungen und Belastungssteuerung, erzielt unserer Erfahrung nach die besten Ergebnisse.

Rehabilitation, Prävention und Selbsthilfe

Die Rehabilitation beginnt parallel zur Therapie. Wichtig ist, dass Sie weiterhin aktiv bleiben, aber die Belastung dosiert steigern. Wir erstellen individuelle Übungspläne zur Kräftigung der Fuß- und Wadenmuskulatur. Ergänzende Maßnahmen wie Training auf dem Anti‑Schwerkraft‑Laufband ermöglichen eine schmerzfreie Bewegung ohne die volle Belastung des Eigengewichts. Das Mitovit‑Höhentraining kann zudem die Sauerstoffversorgung verbessern und den Stoffwechsel anregen.

Um einen Rückfall zu vermeiden, empfehlen wir:

  • Korrekte Laufschuhe: Lassen Sie sich im Fachhandel beraten und wechseln Sie Ihre Schuhe rechtzeitig.
  • Langsamer Trainingsaufbau: Steigern Sie Umfang und Intensität um maximal 10 % pro Woche.
  • Regelmäßige Dehnung und Kräftigung: Halten Sie die Waden flexibel und die Fußmuskulatur stark.
  • Gewichtskontrolle: Jedes Kilogramm weniger entlastet die Faszie.

Unser Ansatz – Ihre Vorteile

Als SportPraxis Austria setzen wir auf evidenzbasierte, nicht‑operative Medizin. Unser interdisziplinäres Team vereint jahrzehntelange Erfahrung in der Sportmedizin mit modernster Technik und wissenschaftlicher Expertise. Wir nehmen uns Zeit für eine gründliche Diagnostik, erklären Ihnen verständlich die Ursachen Ihrer Beschwerden und erstellen einen maßgeschneiderten Behandlungsplan. Dabei kombinieren wir Stoßwelle, Laser und Magnetfeldtherapie mit klassischer Physiotherapie – immer mit dem Ziel, Ihre Beschwerden nachhaltig zu lindern und Sie rasch wieder aktiv werden zu lassen. Unsere Praxis befindet sich verkehrsgünstig nur 200 m von der S‑Bahn‑Station Perchtoldsdorf entfernt, sodass Sie uns bequem erreichen können.

Wir sind überzeugt, dass der Erfolg einer Therapie auf Vertrauen und Teamarbeit beruht. Deshalb begleiten wir Sie persönlich durch den gesamten Prozess und informieren Sie über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung. Zahlreiche Patientinnen und Patienten konnten dank unserer integrativen Behandlungsstrategie schmerzfrei laufen und ihre sportlichen Ziele wieder erreichen.

Jetzt Termin vereinbaren!

Leiden Sie unter stechenden Fersenschmerzen oder vermuten Sie eine Plantarfasziitis? Warten Sie nicht, bis die Beschwerden chronisch werden. Unser engagiertes Team aus Ärztinnen und Physiotherapeutinnen hilft Ihnen, die Ursache zu erkennen und eine individuelle Therapie zu erhalten. Nutzen Sie die Möglichkeit zur Online-Terminbuchung, die Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung steht. Unter diesem Link finden Sie freie Termine und können bequem Ihren Besuch planen. Bitte beachten Sie, dass wir eine Privatpraxis sind; gesetzlich Versicherte können wir gerne auf Selbstzahlerbasis behandeln. Wir freuen uns darauf, Sie bald in der SportPraxis Austria begrüßen zu dürfen und gemeinsam an Ihrer Gesundheit zu arbeiten.

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