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04/06/2026

IHHT, Magnetfeldtherapie und Höhentraining: Spezielle Therapien für Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Die moderne Orthopädie beschränkt sich längst nicht mehr auf die Behandlung von Knochen, Sehnen und Gelenken im engeren Sinne. Immer mehr rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie der Körper auf zellulärer Ebene gestärkt werden kann – wie Regeneration, Durchblutung und Energieversorgung des Gewebes so optimiert werden, dass Schmerzen nicht nur bekämpft, sondern gar nicht erst chronisch werden. Drei Therapieformen spielen dabei in unserer Praxis eine besondere Rolle: die IHHT-Therapie, die Magnetfeldtherapie und das Konzept des Höhentrainings. Sie wirken auf den ersten Blick unterschiedlich, verfolgen aber ein gemeinsames Ziel – die Selbstheilungskräfte des Körpers auf tiefster biologischer Ebene zu aktivieren.

Was ist IHHT und wie funktioniert es?

IHHT steht für Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training. Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich ein faszinierendes Therapieprinzip, das auf einem natürlichen physiologischen Mechanismus basiert: der Reaktion des Körpers auf wechselnde Sauerstoffkonzentrationen in der Atemluft.

Bei einer IHHT-Sitzung atmet der Patient abwechselnd sauerstoffarme Luft – ähnlich der Luft in großen Höhen – und sauerstoffreiche Luft. Dieser gezielte Wechsel zwischen Hypoxie und Hyperoxie versetzt die Zellen in einen kontrollierten Stresszustand, auf den der Körper mit einer Kaskade von Anpassungsreaktionen antwortet. Die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, werden stimuliert und arbeiten effizienter. Die Bildung neuer Blutgefäße wird angeregt, die Durchblutung verbessert sich, und die Sauerstoffversorgung des Gewebes steigt nachhaltig an.

Das Ergebnis ist eine verbesserte zelluläre Energieproduktion, die sich auf den gesamten Organismus auswirkt. Patienten berichten von gesteigerter körperlicher Ausdauer, besserem Schlaf, reduzierter Erschöpfung und einer spürbaren Linderung chronischer Beschwerden. Die Behandlung selbst ist dabei denkbar angenehm: Der Patient liegt entspannt auf einer Liege und trägt eine Atemmaske, über die das Gasgemisch zugeführt wird. Eine Sitzung dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten.

IHHT-Therapie: Wer profitiert besonders?

Die IHHT-Therapie ist kein Nischenangebot für Hochleistungssportler, auch wenn sie in der Sportmedizin eine lange Tradition hat. Sie eignet sich für ein breites Spektrum von Patienten – von Menschen mit chronischen Erschöpfungszuständen und eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit über Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Menschen, die sich nach einer Operation oder Erkrankung regenerieren möchten.

In der orthopädischen Praxis setzen wir die IHHT-Therapie besonders gerne ergänzend ein, wenn Patienten unter chronischen Schmerzzuständen leiden, die mit einer allgemeinen Erschöpfung der körperlichen Ressourcen einhergehen. Eine verbesserte Zellfunktion unterstützt die Heilung von Sehnen, Muskeln und Knorpelgewebe – und das auf einem Weg, der vollständig nicht-invasiv und nebenwirkungsarm ist.

Höhentraining: Das Prinzip hinter der IHHT

Das Konzept der IHHT ist eng verwandt mit dem, was Spitzensportler seit Jahrzehnten nutzen: das klassische Höhentraining. Wer in großen Höhen trainiert – etwa in den Alpen oder in Hochgebirgszentren – atmet Luft mit reduziertem Sauerstoffgehalt. Der Körper reagiert darauf, indem er die Produktion des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und der roten Blutkörperchen steigert, die Sauerstoff im Blut transportieren. Kehrt der Sportler in die Ebene zurück, verfügt er übergangsweise über eine verbesserte Sauerstofftransportkapazität – ein natürlicher Leistungsbooster.

Das Problem des klassischen Höhentrainings ist naheliegend: Nicht jeder kann für mehrere Wochen in die Berge reisen. Die IHHT-Therapie überträgt das Wirkprinzip des Höhentrainings in die Praxis – ohne Reise, ohne Aufwand, ohne die körperlichen Belastungen, die intensives Training in großer Höhe mit sich bringt. Sie macht den physiologischen Effekt des Höhentrainings damit einem viel breiteren Personenkreis zugänglich: auch älteren Patienten, Menschen mit eingeschränkter Belastbarkeit oder solchen, die aus gesundheitlichen Gründen kein intensives Training absolvieren können. Weitere Informationen finden Sie hier

Magnetfeldtherapie: Heilung auf zellulärer Ebene

Die Magnetfeldtherapie ist eine weitere Behandlungsform, die in unserer Praxis in Perchtoldsdorf einen festen Platz hat – und deren Wirkprinzip ebenso elegant wie grundlegend ist. Pulsierendes Magnetfeld wird dabei auf den Körper oder einen bestimmten Körperbereich gerichtet und dringt tief in das Gewebe ein, ohne Wärme zu erzeugen oder die Haut zu belasten.

Auf zellulärer Ebene beeinflusst das Magnetfeld das elektrische Potenzial der Zellmembran. Jede Körperzelle unterhält eine elektrische Spannung über ihre Membran, die für Nährstoffaufnahme, Entgiftung und Energieproduktion unverzichtbar ist. Bei erkranktem oder erschöpftem Gewebe ist dieses Membranpotenzial häufig reduziert – die Zellen arbeiten weniger effizient, Heilungsprozesse stocken. Das pulsierende Magnetfeld regt die Zelle an, ihr Membranpotenzial zu normalisieren, was eine Kaskade positiver biologischer Effekte auslöst: verbesserte Durchblutung, gesteigerte Sauerstoffversorgung, beschleunigte Regeneration und eine Reduktion von Entzündungsprozessen.

In der orthopädischen Anwendung eignet sich die Magnetfeldtherapie besonders bei der Unterstützung der Knochenheilung nach Brüchen, bei der Behandlung von Arthrose, bei Sehnen- und Bändererkrankungen sowie als begleitende Maßnahme bei chronischen Schmerzsyndromen. Sie wird häufig ergänzend zur Stoßwellentherapie eingesetzt, weil sich beide Verfahren auf biologischer Ebene ideal ergänzen: Die Stoßwelle gibt den mechanischen Impuls zur Heilungsreaktion, die Magnetfeldtherapie unterstützt die anschließende Geweberegeneration.

Ist die Magnetfeldtherapie wissenschaftlich belegt?

Diese Frage begegnet uns in der Praxis regelmäßig – und sie ist berechtigt. Die Antwort ist differenziert: Die Grundlagenforschung zu den Effekten von Magnetfeldern auf biologisches Gewebe ist gut etabliert und zeigt klare zelluläre Wirkungen. Die klinische Evidenz variiert je nach Indikation. Bei Knochenbruchheilungsstörungen ist die Wirksamkeit gut belegt und die Methode offiziell anerkannt. Bei anderen orthopädischen Indikationen ist die Studienlage heterogener, aber in Kombination mit dem klinischen Erfahrungswissen vieler Orthopäden ergibt sich ein klares Bild: Die Magnetfeldtherapie ist eine sichere, gut verträgliche und in vielen Fällen wirksame Ergänzung des Therapiekonzepts – besonders dann, wenn konventionelle Methoden alleine nicht ausreichen.

Das Zusammenspiel der speziellen Therapien

Was IHHT, Höhentraining und Magnetfeldtherapie gemeinsam haben, geht über ihr jeweiliges Wirkprinzip hinaus. Alle drei Methoden setzen dort an, wo viele konventionelle Therapien aufhören: Sie behandeln nicht das Symptom, sondern die biologische Grundlage, auf der Symptome entstehen. Sie fragen nicht nur „Was schmerzt?“, sondern „Warum heilt der Körper nicht?“ – und geben dem Organismus gezielte Impulse, diese Fähigkeit zurückzugewinnen.

In unserer orthopädischen Praxis in Perchtoldsdorf verstehen wir diese Therapieformen als integralen Bestandteil eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts. Sie werden nicht als Ersatz für bewährte orthopädische Methoden eingesetzt, sondern als wertvolle Ergänzung – abgestimmt auf die individuelle Situation jedes Patienten, seine Beschwerden, seine körperliche Ausgangslage und seine Therapieziele.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, ob eine dieser Therapieformen für Sie in Frage kommt, sprechen Sie uns an. In einem ausführlichen Erstgespräch klären wir gemeinsam, welche Kombination aus Diagnostik und Therapie für Sie den größten Nutzen bringt. Buchen Sie jetzt einen Termin.

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