Karpaltunnelsyndrom
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08/10/2026

Karpaltunnelsyndrom nach der Operation: Anhaltender Säulen- oder Pillar-Schmerz und wie ihn die regenerative Sportmedizin in der SportPraxis Austria Perchtoldsdorf behandelt

Die Operation war medizinisch korrekt indiziert. Die Karpaltunnelspaltung ist heute einer der am häufigsten durchgeführten Eingriffe an der Hand überhaupt, mit sehr hohen Erfolgsraten für das eigentliche Zielsymptom, das nächtliche Einschlafen der Finger und die typische Sensibilitätsstörung im Medianus-Versorgungsgebiet. Nach dem Eingriff berichten die meisten Patientinnen und Patienten über eine rasche Besserung der klassischen Beschwerden. Ein Teil erlebt jedoch etwas anderes: einen anhaltenden, dumpfen bis brennenden Schmerz an der ulnaren oder radialen Seite der Handinnenfläche, der bei Druckbelastung, beim Aufstützen, beim Öffnen von Flaschen oder beim Tragen einer Tasche besonders spürbar wird. Diese Beschwerde hat einen eigenen Namen: Säulenschmerz oder international Pillar Pain. Für Patientinnen und Patienten aus Perchtoldsdorf, Mödling und Wien, die nach einer eigentlich erfolgreichen Karpaltunnel-Operation weiter mit Handbeschwerden leben, gibt es einen strukturierten regenerativen Weg.

Was Pillar Pain überhaupt ist

Pillar Pain beschreibt anhaltende Schmerzen an den Rändern der Handinnenfläche im Bereich der Thenar- und Hypothenar-Region nach einer offenen oder endoskopischen Karpaltunnelspaltung. Die genauen Ursachen sind wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt, es werden mehrere Faktoren diskutiert. Nach der Durchtrennung des Retinaculum flexorum kommt es zu einer veränderten Biomechanik der Handwurzel, mit einer leichten Vergrößerung des Karpalbogens und einer veränderten Verteilung der Kraftübertragung durch die Handwurzelknochen. Diese biomechanischen Veränderungen könnten zu Reizzuständen an den periostalen Ansätzen der Handwurzelknochen und an den umgebenden Bandstrukturen führen. Zusätzlich spielen postoperative Vernarbungen, muskuläre Ungleichgewichte in der intrinsischen Handmuskulatur und eine kompensatorische Fehlbelastung eine Rolle.

Klinisch typisch ist der Zeitverlauf. Unmittelbar nach der Operation sind Wundschmerzen normal. Wenn diese jedoch nach den ersten Wochen nicht wie erwartet abklingen, sondern in eine anhaltende Belastungssymptomatik an den beiden Handballen übergehen, handelt es sich häufig um Pillar Pain. Die Beschwerden können über Monate bestehen und in einem Teil der Fälle über sechs bis zwölf Monate persistieren.

Wie häufig Pillar Pain vorkommt

Genaue Prävalenzzahlen schwanken je nach Studie zwischen zehn und dreißig Prozent der operierten Patientinnen und Patienten. Damit ist Pillar Pain die häufigste unerwünschte postoperative Beschwerde nach Karpaltunnelspaltung, deutlich vor Wundinfektion, Nervenverletzung oder Rezidiv. Für Betroffene ist die Situation besonders frustrierend, weil die eigentliche Operation ja meist erfolgreich war. Der Nervus medianus ist entlastet, das nächtliche Einschlafen der Finger ist verschwunden, aber die Hand ist trotzdem nicht wirklich funktional.

Warum Standardansätze oft nicht ausreichen

Die klassische Nachbehandlung nach Karpaltunnel-OP umfasst Ruhigstellung, Wundpflege, Physiotherapie und die Empfehlung, sich Zeit zu geben. Für die klassischen Beschwerden ist dieses Konzept richtig. Für Pillar Pain reicht es häufig nicht. Weder die Zeit allein noch reine Physiotherapie ohne gezielten regenerativen Reiz an den betroffenen periostalen und periartikulären Strukturen führen in vielen Fällen zu einer nachhaltigen Beschwerdefreiheit.

Cortisoninjektionen in die Säulenregion sind kritisch zu sehen. Sie können kurzfristig schmerzlindern, greifen aber die tendinöse und periostale Struktur an, ohne die zugrunde liegende Reizsituation zu beheben. Wiederholte Anwendungen sind langfristig ungünstig.

Was die aktuelle Studienlage zur radialen Stoßwellentherapie zeigt

Eine wichtige klinische Studie von Turgut und Mitarbeitern aus dem Jahr 2021 hat die Wirksamkeit der radialen extrakorporalen Stoßwellentherapie bei Pillar Pain nach offener Karpaltunnelspaltung in einem doppelblind randomisierten Design untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Reduktion der Schmerzintensität und eine funktionelle Verbesserung in der Stoßwellengruppe im Vergleich zur Sham-Kontrolle. Die Behandlung wurde als sicher und gut verträglich bewertet. Diese Studie und weitere Arbeiten machen die radiale Stoßwellentherapie zu einer evidenzbasierten Option für Patientinnen und Patienten mit anhaltenden Beschwerden nach Karpaltunnel-OP.

Auch die fokussierte Stoßwellentherapie hat in Kombination mit einem strukturierten funktionellen Programm bei tendinopathisch überlagerten Verläufen ihren Platz.

Der regenerative Therapiepfad an der SportPraxis Austria

Diagnostische Präzisierung

Wir beginnen mit einer strukturierten Anamnese der postoperativen Beschwerdeentwicklung, führen die klinische Untersuchung durch und ergänzen den hochauflösenden Ultraschall der Handwurzelregion. Ziel ist die klare Abgrenzung zwischen Pillar Pain und anderen möglichen postoperativen Komplikationen wie einer inkompletten Spaltung des Retinaculums, einer Narbenneurom-Bildung, einer Ulnaris-Neuropathie oder einer neu aufgetretenen Rhizarthrose des Daumensattelgelenks. Diese saubere diagnostische Zuordnung ist die Voraussetzung für die richtige Behandlungsstrategie.

Radiale Stoßwellentherapie als zentrales Werkzeug

Für die Behandlung des klassischen Säulenschmerzes nach Karpaltunnel-OP ist die radiale Druckwellentherapie das Werkzeug der Wahl. Sie wird auf die Thenar- und Hypothenar-Region appliziert, bearbeitet die reizbelasteten periostalen und periartikulären Strukturen und moduliert die Schmerzverarbeitung an den lokalen Nervenfasern. Eine Behandlungsserie umfasst typischerweise drei bis fünf Sitzungen im Wochenabstand. Details zum Verfahren finden sich auf der Seite zur Stoßwellentherapie und speziell für den Wiener Raum unter Innovative Stoßwellentherapie in Wien.

Fokussierte Stoßwelle bei tendinopathischen Begleitbefunden

Wenn sonographisch tendinopathische Veränderungen an angrenzenden Sehnen wie am Musculus flexor carpi radialis oder an der Palmaraponeurose nachweisbar sind, ergänzen wir die radiale Behandlung durch fokussierte Stoßwellen an den Sehnenansätzen. Prof. Dr. Karsten Knobloch bringt über 30.000 persönlich durchgeführte Stoßwellenbehandlungen Erfahrung mit und passt die Parameter individuell an.

Extrakorporale Magnetotransduktion (EMTT) für die Schmerzmodulation

Die EMTT kann in Ergänzung zur ESWT bei Neuropathien wie dem Karpaltunnelsyndrom die Nervenfunktion nachhaltig verbessern und den Schmerz reduzieren helfen. Für gewöhnlich sind 3-6 kombinierte Sitzungen nötig.

Lasertherapie LLLT für die Schmerzmodulation

Die Lasertherapie LLLT ergänzt die Stoßwellenbehandlung bei sensibilisierten Verläufen. Sie ist schmerzfrei, gut integrierbar und wirkt entzündungsmodulierend auf zellulärer Ebene.

Funktionelle Handtherapie

Ohne strukturiertes funktionelles Programm bleibt jede apparative Behandlung unvollständig. Wir arbeiten mit einem individuellen Plan, der die intrinsische Handmuskulatur kräftigt, die Beweglichkeit der Handwurzel wiederherstellt, die Kraftgriffe systematisch aufbaut und die ergonomische Belastung am Arbeitsplatz und in der Freizeit optimiert. Für Patientinnen und Patienten in belastenden Berufen ist die realistische Belastungssteuerung Teil des Erfolgs.

Wer besonders profitiert

Vom regenerativen Ansatz profitieren Patientinnen und Patienten mit anhaltendem Pillar Pain drei bis zwölf Monate nach Karpaltunnel-OP, Menschen mit tendinopathischen Begleitbefunden an der Handwurzelregion, alle, die trotz erfolgreicher Medianus-Entlastung weiter mit Handbelastungsbeschwerden leben, und Berufstätige mit hoher manueller Beanspruchung. Bei atypischen Beschwerden, die auf eine inkomplette Spaltung, ein Neurom oder eine andere postoperative Komplikation hindeuten, ist die Rückkoppelung an den Operateur der richtige erste Schritt.

Wann Sie nicht warten sollten

Sofortige Abklärung ist nötig bei einem plötzlich neu aufgetretenen elektrisierenden Schmerz mit klarer Ausstrahlung, bei Sensibilitäts- oder Kraftverlust in der Hand, bei begleitender Rötung, Schwellung und Wärme im Operationsbereich (Verdacht auf Wundinfektion) und bei jedem unklaren postoperativen Beschwerdebild, das sich rapide verschlechtert.

Praxis in Perchtoldsdorf, gut erreichbar aus Wien

Die SportPraxis Austria in der Alfred-Merz-Gasse 9 in 2380 Perchtoldsdorf ist rund 200 m von der S-Bahn-Station entfernt und aus Wien-Liesing, Meidling, Mödling, Brunn am Gebirge, Wiener Neudorf und Breitenfurt in wenigen Minuten erreichbar. Mehr zu Prof. Dr. Karsten Knobloch unter Vita, Adresse und Öffnungszeiten unter Standort und Kontakt.

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Wenn Sie nach einer Karpaltunnel-Operation weiter mit Handbeschwerden leben, vereinbaren Sie Ihren Termin bei Prof. Dr. Karsten Knobloch direkt online:

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Häufige Fragen zum Karpaltunnelsyndrom nach OP

Wie häufig ist Pillar Pain nach einer Karpaltunnel-Operation?
Studien nennen Prävalenzen zwischen zehn und dreißig Prozent. Damit ist Pillar Pain die häufigste unerwünschte postoperative Beschwerde nach Karpaltunnelspaltung. Die Beschwerden können über Monate bis in Einzelfällen ein Jahr anhalten.

Wie lange sollte ich nach der Operation warten, bevor ich die Beschwerden abklären lasse?
Wundschmerzen und leichte Beschwerden in den ersten sechs Wochen nach OP sind normal. Wenn die Schmerzen jedoch nach dieser Zeit nicht deutlich abklingen und ein klares Muster mit Belastungsschmerz an den Handballen zeigen, lohnt sich die sportmedizinische Abklärung. Je früher die gezielte regenerative Therapie einsetzt, desto besser die Prognose.

Wie viele Stoßwellensitzungen sind bei Pillar Pain typisch?
Drei bis fünf Sitzungen im Wochenabstand mit radialer Druckwellentherapie, bei tendinopathischen Begleitbefunden ergänzt durch fokussierte Stoßwelle. Erste spürbare Besserungen zeigen sich häufig ab der zweiten bis dritten Sitzung.

Muss ich vor der Behandlung mit meinem Operateur sprechen?
Nicht zwingend, aber wir befürworten die Rückkoppelung, wenn sie sinnvoll erscheint. Wichtig ist die diagnostische Klärung, dass tatsächlich Pillar Pain vorliegt und keine andere postoperative Komplikation, die primär in die Hand des Operateurs gehört.

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