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06/29/2026

Morbus Kienböck (Lunatummalazie): Hochenergetische fokussierte Stoßwelle bei Mondbeinnekrose – regenerative Therapie in Perchtoldsdorf

Hand- oder Handgelenkschmerzen, die schleichend zunehmen, beim Greifen und Heben deutlicher werden und im Verlauf von Monaten bis Jahren zur Bewegungseinschränkung im Handgelenk führen – das ist das typische Bild des Morbus Kienböck, einer Osteonekrose des Mondbeins (Lunatum) in der proximalen Handwurzelreihe. International wird das Krankheitsbild auch als Lunatummalazie oder Mondbeinnekrose bezeichnet. Betroffen sind häufig junge bis mittelalte Erwachsene, viele davon in handwerklich-belastenden Berufen. Für Patientinnen und Patienten aus Perchtoldsdorf, Mödling und Wien ist die regenerative ESWT-Therapie an der SportPraxis Austria eine gut belegte, nicht-operative Behandlungsoption.

Was beim Morbus Kienböck im Knochen passiert

Das Lunatum sitzt zentral in der proximalen Handwurzelreihe und wird beim Greifen, Drücken und Tragen biomechanisch hoch belastet. Wenn die Durchblutung des Knochens – aus Gründen, die im Einzelnen noch nicht vollständig geklärt sind, mit Beteiligung anatomischer Varianten und mikrotraumatischer Mehrbelastung – nicht ausreicht, kommt es zur ischämischen Knochennekrose. Klassisch wird die Erkrankung nach Lichtman in vier Stadien eingeteilt: vom belastungsinduzierten Knochenmarködem im MRT (Stadium I) über die zunehmende Sklerosierung und Fragmentierung (Stadium II bis IIIB) bis zur sekundären Handgelenksarthrose (Stadium IV).

In den frühen Stadien – insbesondere Stadium I und IIA – ist das Lunatum strukturell noch weitgehend erhalten. Genau hier hat die regenerative Therapie ihre stärksten Effekte. Im Sinne moderner sportmedizinischer Logik gilt: je früher der Reiz, desto stärker die biologische Antwort.

Was die fokussierte hochenergetische ESWT leisten kann

Aus dem aktuellen Knobloch-Übersichtspaper „ESWT in der Handchirurgie“ (Die Orthopädie 2026) geht hervor, dass beim Morbus Kienböck die fokussierte hochenergetische ESWT sowohl symptomatisch schmerzreduzierend wirkt als auch in der MRT eine Verbesserung des Signalmusters zeigen kann. Eine wegweisende Arbeit der Gruppe um Cristina D’Agostino (Mailand) hat bereits 2011 22 Patienten mit Lunatummalazie behandelt – mit hochenergetischer elektromagnetischer ESWT. Die Kombination mit einer operativen Maßnahme (intraossäre Revaskularisation am nichtvaskularisierten Knochenspan) führte in einer weiteren Studie zu verbesserten Heilungsraten von 61 % auf 77 %. Die ergänzende Magnetfeldtherapie EMTT kann diese Effekte zusätzlich verstärken.

Der Therapieablauf an der SportPraxis Austria

Diagnostik

Wir beginnen mit klinischer Untersuchung, hochauflösendem Ultraschall und – bei Verdacht – einer MRT-Diagnostik, die das Stadium der Erkrankung präzise einordnen lässt. Die Stadieneinteilung nach Lichtman ist die Grundlage für die Therapiewahl: regenerativ-ESWT-Schwerpunkt in den frühen Stadien, ergänzende oder primär chirurgische Optionen in höheren Stadien.

Fokussierte hochenergetische Stoßwellentherapie

Die fokussierte hochenergetische ESWT wird im Bereich des Lunatum mit definierten Therapieparametern angewandt. Die Energiedichte liegt im hochenergetischen Bereich (typisch > 0,25 mJ/mm²), die Impulszahl im Bereich von 2.000 bis 4.000 Impulsen pro Sitzung. Eine Behandlungsserie umfasst typischerweise drei bis fünf Sitzungen. Mehr zum Verfahren auch auf unserer Übersichtsseite Stoßwellentherapie in Wien.

EMTT-Magnetfeldtherapie als Ergänzung

In Kombination setzen wir die Extrakorporale Magnetotransduktionstherapie (EMTT) ein, die die zelluläre Knochenregeneration auf elektrophysiologischer Ebene zusätzlich stimuliert. Die Kombination ESWT plus EMTT ist nach aktueller Datenlage für Knochenheilungsstörungen der Hand besonders überzeugend.

Belastungssteuerung und Verlaufskontrolle

Begleitend planen wir eine Schienenruhigstellung für 6 Wochen, die Belastungsreduktion in der Anfangsphase, vermeiden schwere axiale Greifbelastungen und kontrollieren den Verlauf klinisch wie auch MRT-tomographisch in definierten Intervallen. 

Wer besonders profitiert

Besonders gute Ergebnisse erzielen Patientinnen und Patienten in frühen Lichtman-Stadien (I und IIA) mit erhaltenem Lunatum, bei symptomatischem Knochenmarködem ohne wesentliche knöcherne Fragmentierung und bei klar lokalisierbarer klinischer Symptomatik. In höheren Stadien hat die regenerative Therapie noch supportiven Nutzen, ersetzt aber die handchirurgische Versorgung in der Regel nicht.

Ein größerer Überblick zur ESWT in der Handchirurgie – mit Bezügen zu Karpaltunnelsyndrom, Kahnbeinpseudarthrose, Rhizarthrose, schnellender Finger und Morbus de Quervain – findet sich in unserem Pillar-Artikel zur ESWT in der Handchirurgie.

Praxis in Perchtoldsdorf

Die SportPraxis Austria liegt in der Alfred-Merz-Gasse 9 in 2380 Perchtoldsdorf, ca. 200 m von der S-Bahn-Station entfernt. Aus Wien, Mödling, Brunn am Gebirge und Wiener Neudorf erreichen Sie uns in wenigen Minuten. Mehr zu Person und Schwerpunkten von Prof. Dr. Knobloch unter Vita, Anfahrt unter Standort & Kontakt.

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Wenn Sie Ihren Verdacht auf Morbus Kienböck regenerativ abklären lassen möchten, vereinbaren Sie Ihren Termin bei Prof. Dr. Karsten Knobloch direkt online:

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Häufige Fragen zum Morbus Kienböck

Wie wird der Morbus Kienböck sicher diagnostiziert? Klinisch und durch Bildgebung. Das Röntgenbild kann Veränderungen erst in fortgeschrittenen Stadien zeigen, die MRT-Diagnostik erkennt das Knochenmarködem als sehr frühes Zeichen schon in Stadium I zuverlässig.

Kann die Stoßwelle das Mondbein wieder „heilen“? In den frühen Stadien kann die hochenergetische fokussierte ESWT die Mikrozirkulation und Knochenremodellierung stimulieren und in der MRT messbare Verbesserungen des Signalmusters bewirken. In fortgeschrittenen Stadien mit struktureller Fragmentierung sind die regenerativen Möglichkeiten begrenzt.

Welche Rolle spielt die EMTT? Sie ergänzt die Stoßwelle auf der zellulären Ebene und kann den Effekt bei Knochenheilungsstörungen der Hand zusätzlich unterstützen. Wir setzen sie indikationsspezifisch ein.

Wann ist eine Operation nötig? Wenn die Erkrankung in höhere Lichtman-Stadien übergegangen ist, eine relevante Fragmentierung oder sekundäre Karpalkollaps besteht, oder wenn die regenerative Therapie über sechs Monate keinen ausreichenden Effekt zeigt, sollten handchirurgische Optionen (z. B. radiale Verkürzungsosteotomie, Lunatumersatz, Teilarthrodese) offen besprochen werden. Wir koordinieren bei Bedarf die Überweisung an spezialisierte Handchirurgen.

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