Vor jeder Terminvereinbarung steht die Recherche. „Wie schmerzhaft ist eine Stoßwellentherapie?“ „Gibt es Nebenwirkungen?“ „Wie schnell merkt man etwas?“ „Und – hilft das eigentlich wirklich?“ Diese Fragen hören wir in jedem zweiten Erstgespräch. Sie sind berechtigt, und sie verdienen ehrliche, konservativ formulierte Antworten. Dieser Beitrag fasst die typischen Erfahrungen unserer Patientinnen und Patienten zusammen – und ordnet sie ein.
Wie sich eine Stoßwellenbehandlung anfühlt
Die fokussierte Stoßwelle setzt akustische Wellen im Zielgewebe frei. Das ist spürbar. Die ersten Sekunden werden häufig als unangenehm-pochend beschrieben, in einzelnen Fällen als kurz stechend. Nach 15 bis 30 Sekunden gewöhnt sich die Region an den Reiz. Professor Knobloch passt die Energiedichte individuell an: Ziel ist ein “Wohlschmerz” unter 5 auf einer Skala bis 10, idealerweise 3-5. Eine Betäubung ist bei fokussierter ESWT nicht üblich und wird auch nicht empfohlen, da sie die Wirksamkeit der Stosswellentherapie reduzhiert. Die radiale Druckwellentherapie fühlt sich anders an – ein starkes, rhythmisches Klopfen an der Hautoberfläche. Je nach verwendeter Energie, Frequenz und Behandlungsapplikator gilt auch hier, dass der “Wohlschmerz” während der Behandlung idealerweise unter 3/10 liegen sollte.
Was direkt nach der Sitzung passiert
Die meisten Patientinnen und Patienten verlassen die Praxis unmittelbar nach der Sitzung ohne wesentliche Einschränkung. Ein leichtes Ziehen im behandelten Areal für ein paar Stunden ist häufig, gelegentlich auch eine leichte Rötung der Haut als Durchblutungssteigerung insbesondere nach der radialen Druckwellentherapie. Alles Zeichen der biologischen Reaktion, die wir gerade wollen – der Körper reagiert auf den Reiz.
Wichtig: Auto fahren, arbeiten, im Alltag funktionieren – kein Problem. Schwere sportliche Belastung des behandelten Areals empfehlen wir am selben Tag zu reduzieren, ab dem Folgetag ist moderate Aktivität ausdrücklich erwünscht.
Wann die Wirkung einsetzt
Die häufigste Frage – und die Antwort verunsichert manchmal zunächst: Die Wirkung entfaltet sich nicht sofort, sondern löst eine nachhaltige Heilung in Gang. Die Stoßwellentherapie stößt über PIEZO 2 Mechanorezeptoren biologische Regenerationsprozesse an, die über Wochen und Monate laufen in Abhängigkeit von der Heilungsgeschwindigkeit des Gewebes: Muskulatur heilt schneller, Sehnen und Knochen langsamer.
Zwei Erfahrungsmuster sind typisch:
Muster A: Nach der ersten oder zweiten Sitzung kurzzeitige Verstärkung der Symptomatik für ein bis drei Tage („post-treatment soreness“), danach schrittweise Besserung, deutliche Symptomreduktion ab der dritten bis vierten Woche.
Muster B: Kaum spürbare Veränderung während der Serie, dann schrittweise Besserung ab Woche 3 bis 5, mit stabiler Beschwerdefreiheit nach zwei bis drei Monaten.
Beide Muster sind Ausdruck einer wirksamen Therapie. Wer zu früh aufgibt oder zu früh urteilt („bringt nichts“), verpasst häufig den eigentlichen Effekt.
Nebenwirkungen – was tatsächlich vorkommt
Die Stoßwellentherapie ist eine sehr sichere Behandlungsmethode. Ernsthafte Nebenwirkungen sind extrem selten. Was tatsächlich vorkommt: Vorübergehende Schmerzverstärkung im Behandlungsareal für ein bis drei Tage – bei etwa 20 bis 30 % der Patientinnen und Patienten, meist tolerabel. Hautrötungen als Durchblutungssteigerung klingen binnen Tagen ab.Nicht angewendet werden darf die Stoßwelle über aktiven Tumoren, über der Lunge und über größeren Gefäßen. Blutverdünnende Medikamente (Marcumar, DOAKs) sind eine relative Kontraindikation – wir klären das in der Erstuntersuchung individuell. Eine Schwangerschaft ist eine absolute Kontraindikation.
Mehr Detaisl zur Behandlung finden Sie auf unserer Übersichtsseite Stoßwellentherapie.
Wie viele Sitzungen realistisch sind
Die Anzahl der Sitzungen hängt von der Beschwerdedauer VOR Therapiebeginn (je länger, desto mehr Sitzungen), dem Schweregrad der Erkrankung, dem Zielgewebe und einer Reihe von weiteren Faktoren ab. Für die bekannten Sehnenindkationen bei schmerzhafter Achillessehne, Plantarer Fasziitis, Tennis- und Golferellenbogen oder einer Kalkschulter sind häufig 3-6 Sitzungen im Abstand von 1-2 Wochen nötig.
In der Neurologie z.B. Karpaltunnelsyndrom, Spastiken, bei TPS bei AlzheimerDemenz und Parkinson sind häufig mehr als sechs Sitzungen nötig, ebenso wie beispielsweise bei der Cellulite mit 6-8 Sitzungen.
Was Patientinnen und Patienten immer wieder rückmelden
Die häufigste positive Rückmeldung nach einer erfolgreichen Serie lautet „Ich habe morgens den Fuß gar nicht mehr gespürt beim ersten Schritt“, „Ich kann wieder Tennis spielen ohne Schmerzen“, „Nachts ist die Schulter endlich ruhig“. Die häufigste kritische Rückmeldung ist die Ungeduld während der Serie – „nach der ersten Sitzung war noch nichts anders“ – weshalb wir zu Beginn Zeit in die realistische Erwartungsformung investieren.
Nicht jede Patientin und nicht jeder Patient wird beschwerdefrei. Etwa 15 bis 25 % erreichen keine ausreichende Besserung – abhängig von Indikation, Chronizität und Begleitfaktoren. Wenn das der Fall ist, besprechen wir Alternativen und ergänzende Verfahren (EMTT, Lasertherapie, Injektionstherapien) offen.
Erreichbarkeit und Termin
Die SportPraxis Austria in der Alfred-Merz-Gasse 9 in 2380 Perchtoldsdorf ist rund 200 m von der S-Bahn-Station entfernt und aus Wien und dem Bezirk in wenigen Minuten erreichbar. Prof. Knobloch hat über 30.000 Stoßwellenbehandlungen persönlich durchgeführt – Hintergrund und Ansatz unter Vita, Adresse unter Standort & Kontakt.
Termin online vereinbaren
Wenn Sie prüfen lassen möchten, ob die Stoßwellentherapie für Ihre Beschwerde geeignet ist, vereinbaren Sie Ihren Termin bei Prof. Dr. Karsten Knobloch direkt online:
Häufige Fragen zu Stoßwellentherapie-Erfahrungen
Ist die Stoßwellentherapie schmerzhaft?
Sie ist spürbar. Die ersten Sekunden werden häufig als unangenehm empfunden, die meisten Patientinnen und Patienten bewerten die Intensität mit 3 bis 5 auf einer 10er-Skala. Die Energiedichte wird individuell angepasst.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Ernsthafte Nebenwirkungen sind extrem selten. Häufig sind vorübergehende Schmerzverstärkung (1–3 Tage) und eine lokale Hautrötung als Durchblutungssteigerung.. Nicht angewendet werden sollte die Stoßwelle über aktiven Tumoren und im Bereich der Lunge.
Wann merke ich eine Wirkung?
Die biologische Wirkung baut sich über Wochen auf. Erste spürbare Verbesserungen typischerweise zwischen Sitzung 2 und 4, deutliche Symptomreduktion oft ab Woche 4 bis 8. Wer zu früh aufgibt, verpasst häufig den Haupteffekt.
Was, wenn nach der Serie keine Besserung eintritt?
Wir sprechen offen darüber. Alternativen und Kombinationen (EMTT-Magnetfeldtherapie, LLLT-Lasertherapie) prüfen wir gemeinsam. Nur selten ist eine operative Versorgung nötig – wir besprechen sie transparent und leiten bei Bedarf weiter.

