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05/18/2026

Stoßwellentherapie in der Sportmedizin- Wirkung, Indikationen und Erfolgsraten

Wenn chronische Sehnenbeschwerden trotz Schonung, Physiotherapie und Schmerzmitteln einfach nicht abklingen wollen, ist die fokussierte Stoßwellentherapie heute eines der wirkungsvollsten nicht-invasiven Verfahren der modernen Sportmedizin. In unserer Praxis in Perchtoldsdorf setzen wir Stoßwellen seit Jahren erfolgreich gegen Achillodynie, Fersensporn, Tennisarm und Kalkschulter ein.

Der große Vorteil: keine Schnitte, keine Narkose, keine Ausfallzeit. Anders als bei Cortison-Injektionen wird das Gewebe nicht weiter geschwächt — im Gegenteil, die Stoßwellen regen die körpereigene Regeneration an.

In diesem Beitrag erklären wir, wie Stoßwellen biologisch wirken, bei welchen Beschwerden die Therapie wirklich hilft, wie der Ablauf in unserer sportmedizinischen Praxis aussieht — und wann eine andere Therapieoption sinnvoller wäre.

Was sind Stoßwellen und wie wirken sie?

Stoßwellen sind kurze, energiereiche Druckwellen, die mechanisch ins Gewebe übertragen werden. Sie wurden ursprünglich in den 1980er Jahren zur Zertrümmerung von Nierensteinen entwickelt und werden seit den frühen 2000er Jahren auch in der orthopädischen Sportmedizin eingesetzt.

Die Wirkung beruht auf mehreren biologischen Mechanismen:

  • Mikro-Stimulation des Gewebes — die Druckwellen erzeugen winzige Reize, die Reparaturprozesse anstoßen.
  • Neoangiogenese — neue feine Blutgefäße bilden sich, das geschädigte Sehnengewebe wird besser durchblutet.
  • Schmerzlinderung — durch Reduktion von Substanz P und durch Hemmung der lokalen Schmerzleitung.
  • Zell-Aktivierung — Wachstumsfaktoren und Stammzellen werden lokal mobilisiert.

Wichtig zu verstehen: Eine Stoßwelle löst keine sofortige Heilung aus. Sie startet einen biologischen Umbauprozess, der über Wochen bis Monate die Sehnenqualität verbessert.

Bei welchen Beschwerden hilft die Stoßwellentherapie?

Die Indikationsliste ist in den letzten Jahren stark gewachsen. In unserer Praxis behandeln wir vor allem:

  • Achillessehnentendinopathie — mittlere Achillodynie und Insertions-Tendinopathie
  • Plantarfasziitis und Fersensporn — mit Erfolgsraten von rund 70 % bei chronischen Verläufen
  • Epicondylitis lateralis und medialis — Tennisarm und Golferarm
  • Patellaspitzensyndrom — Jumper’s Knee
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea) — mit hochenergetischer fokussierter Stoßwelle
  • Trochanter-major-Schmerz-Syndrom — Hüftaußenschmerz
  • Pseudarthrose — verzögerte oder nicht heilende Knochenbrüche

Welche Indikation in Ihrem Fall am ehesten von der Therapie profitiert, klären wir in einer individuellen sportmedizinischen Abklärung mit klinischer Untersuchung und Ultraschall.

Fokussierte vs. radiale Stoßwelle — der Unterschied

Nicht jede Stoßwelle ist gleich. In der Praxis werden zwei Hauptvarianten eingesetzt:

  • Fokussierte Stoßwelle — die Energie wird bis in eine genaue Tiefe gebündelt (bis 12 cm). Sie ist die Methode der Wahl bei tief liegenden Strukturen wie Sehnenansätzen oder Verkalkungen.
  • Radiale Stoßwelle — die Energie verteilt sich an der Oberfläche und nimmt mit der Tiefe rasch ab. Sie eignet sich gut für oberflächliche Reizungen und Muskeltrigger.

In unserer Praxis arbeiten wir mit der fokussierten Methode, weil die wissenschaftliche Evidenz bei chronischen Tendinopathien für sie deutlich stärker ist.

Behandlungsablauf in unserer Praxis

Eine Stoßwellen-Behandlung dauert in der Regel 15 bis 20 Minuten und läuft in unserer Praxis nach diesem Schema ab:

  1. Klinische Untersuchung und Ultraschall-Lokalisation der schmerzhaften Stelle
  2. Markierung des Behandlungsareals und Auftragen eines Kontaktgels
  3. Schrittweise Anwendung der Stoßwellen mit individuell eingestellter Energieflussdichte — der Schmerzpunkt wird gezielt angesteuert
  4. Direkt nach der Sitzung kurze Mobilisation, häufig spürbarer Initialeffekt schon nach der ersten Behandlung
  5. Empfehlungen für Belastung, Übungen und nächste Sitzung

Übliche Frequenz: 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von je 5 bis 10 Tagen.

Erfolgsraten und wissenschaftliche Evidenz

Die Stoßwellentherapie ist eines der best-untersuchten konservativen Verfahren in der Sportorthopädie. Aktuelle Übersichtsarbeiten zeigen:

  • Chronische Achillodynie: Erfolgsraten 60–80 % bei guter Indikationsstellung
  • Plantarfasziitis: rund 70 % Beschwerdebesserung nach 3 Sitzungen
  • Tennisarm: signifikante Schmerzreduktion bei rund 65 % der Behandelten
  • Kalkschulter: Auflösung oder deutliche Verkleinerung der Verkalkung in etwa 60 % der Fälle

Diese Zahlen gelten für korrekte Indikation, ausreichende Anzahl an Sitzungen und kombinierte Therapie mit gezieltem Aufbautraining.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Die Stoßwellentherapie ist sehr gut verträglich. Mögliche, meist kurzfristige Nebenwirkungen:

  • Vorübergehender Druckschmerz im Behandlungsareal (1–3 Tage)
  • Leichte Hautrötung oder kleine Hämatome
  • Selten: kurzzeitige Verstärkung der ursprünglichen Beschwerden

Nicht durchgeführt wird die Behandlung bei: bestehender Infektion oder offener Wunde im Behandlungsareal, Schwangerschaft, Blutgerinnungsstörung oder Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten in höherer Dosierung, sowie über Lungen- und Tumorgewebe.

Was Sie nach der Behandlung beachten sollten

  • Belastung in den ersten 48 Stunden moderat halten — kein hochintensives Training
  • Empfohlene Übungen (exzentrisches Training, Mobility) konsequent fortführen
  • Kein Cortison als Kombinationstherapie — schwächt die Sehne und reduziert den Stoßwellen-Effekt
  • Volle Belastung erst nach der letzten Sitzung schrittweise steigern
  • Der biologische Effekt entwickelt sich über 6 bis 12 Wochen — geduldig sein

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Sitzungen Stoßwellentherapie brauche ich?

In der Regel 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von 5 bis 10 Tagen. Bei sehr chronischen Verläufen können einzelne Wiederholungen nach 6 Monaten sinnvoll sein.

Ist die Stoßwellentherapie schmerzhaft?

Die Behandlung selbst ist gut tolerierbar und wird häufig als „kräftiges Klopfen“ beschrieben. Die Energiestufe wird individuell so eingestellt, dass die Therapie wirksam, aber nicht unzumutbar ist.

Was kostet eine Stoßwellentherapie in Österreich?

Die Kosten variieren je nach Anzahl der Sitzungen und Verfahren. Da Stoßwellentherapie nicht standardmäßig von der Krankenkasse erstattet wird, klären wir die Kostenfrage in unserer Praxis transparent vor Therapiestart.

Wann ist die Stoßwellentherapie ungeeignet?

Bei akuten Rissen, frischen Verletzungen mit ausgeprägter Schwellung, bei Infektionen oder bei Blutverdünnung in hoher Dosis sollten andere Verfahren bevorzugt werden. Die genaue Eignung klären wir in der Erstuntersuchung.

Ersetzt die Stoßwellentherapie eine Operation?

In vielen Fällen ja — gerade bei chronischen Sehnenproblemen kann die Therapie eine Operation verschieben oder ganz vermeiden. Bei strukturellen Rissen oder mechanischen Einklemmungen bleibt die OP aber das Mittel der Wahl.

Sportmedizinischer Termin in unserer Praxis in Perchtoldsdorf

Sie tragen seit Wochen oder Monaten Sehnenschmerzen mit sich herum und keine bisherige Therapie hat wirklich Wirkung gezeigt? Lassen Sie prüfen, ob die fokussierte Stoßwellentherapie für Ihren Fall die richtige Lösung ist. Vereinbaren Sie unkompliziert einen Termin in unserer Praxis — wir untersuchen Sie sportmedizinisch und entscheiden gemeinsam, welches Verfahren bei Ihnen am besten greift.

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